Aktuelle Meldungen

» 40. Dienstjubiläum Heinz Baum
Meldung vom: 02.09.2020.Herausgeber: Gemeinde Kammerstein
Kammerstein – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat Heinz Baum sein 40-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst gefeiert. Er ist seit 1. Mai 2020 Geschäftsleiter in der Gemeindeverwaltung Kammerstein. Die kleine Truppe des Kammersteiner Rathauses beging das schöne Jubiläum mit einer kleinen Feierstunde und einer Runde Chili con Carne, zu der der Jubilar eingeladen hatte.

Bürgermeister Wolfram Göll betonte, er sei sehr froh, einen so erfahrenen Verwaltungsfachmann an seiner Seite zu wissen. „Nicht umsonst nenne ich unseren Heinz Baum auch gerne meinen Trouble-Shooter“, so der Bürgermeister. Göll bezeichnete den Jubilar als jemanden, der in Verwaltungsdingen zwar einerseits sprichwörtlich mit allen Wassern gewaschen sei, aber auch die Anliegen der Bürger, der Beschäftigten und des Gemeinderates bei den nötigen Entscheidungen nicht aus den Augen verliere. Zum Jubiläum überreichte der Bürgermeister dem Jubilar einen fränkischen Bocksbeutel.

Am 1. September 1980 hatte der 1963 geborene Heinz Baum seine Ausbildungsstelle bei der Verwaltungsgemeinschaft Rauenthal im Landkreis Aschaffenburg angetreten. Nach Abschluss der Ausbildung und Ableistung des Grundwehrdienstes sowie seiner Fachprüfung 2 für den gehobenen Dienst war er ab 1991 beim Markt Mömbris angestellt – zu Beginn noch in der Hauptverwaltung (Personalwesen) und Standesamt.

Auch seine Ausbildereignungsprüfung und die Fortbildung zum Refa-Betriebswirt für Organisationsfragen schloss er erfolgreich in Mömbris ab. Ab 1996 übernahm Baum in Mömbris die Geschäftsleitung. Von 2008 bis 2020 leitete er als hauptberuflicher Bürgermeister die Geschicke der Stadt Ornbau. Es war seine persönliche Entscheidung, sich nicht wieder zur Wahl zu stellen. Seit Mai zeichnet Heinz Baum als Geschäftsleiter in Kammerstein verantwortlich.

„Natürlich gibt es in diesem Zeitraum immer etliche Anekdoten von denen man gerne berichtet“, sagte Heinz Baum in einer kurzen Stellungnahme. So sei die gemeldete Verwüstung eines Grabes in Erinnerung geblieben. Bei der sofort erfolgten Ortstermin stellte sich die Verwüstung als vier Pfotenabdrücke wildernder Katzen heraus. Oder ein monierter angeblicher Straßenschaden: Dieser war ein kleiner Riss im Asphalt, kaum mit einer Lupe feststellbar.

„Das Anspruchsdenken hat sich natürlich im Laufe der Zeit erheblich geändert“, resümiert Heinz Baum im Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre. Bei vielen Streitigkeiten, auch von Nachbarn untereinander, wäre manchmal das gemeinsame Gespräch besser als nach der Obrigkeit zu rufen, ist er sich sicher. Gerade die technische Entwicklung habe in den letzten 40 Jahren Riesenschritte gemacht. „Zu Beginn meiner Ausbildung mussten alle Steuerkarten und Wahlbenachrichtigungen mit der Schreibmaschine mühsam einzeln getippt werden. Steuerkarten gibt es heute gar nicht mehr. Die Daten werden alle digital an die Steuerbehörden gegeben. Auch die Wahlbenachrichtigungen werden zentral ausgedruckt und direkt über die Post zugestellt“, so Baum.

Früher sei eine elektrische Schreibmaschine schon ein Luxus gewesen, in einer Behörde habe man sich zwei Wählscheibentelefone teilen müssen. Heute laufe alles über E-Mail, Cloud-Computing und outgesourcte Programme. „Die Verwaltungsarbeit ist wahnsinnig schnell geworden“, meint Baum. Das Ende der Fahnenstange sei dabei noch nicht erreicht. Ziel der Staatsregierung sei nun die Digitalisierung aller Dienstleistungen des Rathauses. „Vielleicht gibt es bald nur noch das virtuelle Rathaus im digitalen Raum“, scherzt der Verwaltungsprofi. Dennoch sollte der persönliche Kontakt immer noch möglich sein, darin sind sich Baum und Bürgermeister Göll einig.

Zwei Grundeinstellungen hat sich Heinz Baum über die Jahre behalten: „Die Verwaltung ist für den Bürger da und nicht umgekehrt. Sie soll Hilfestellungen geben, wo dies im Rahmen der rechtlichen Vorgaben möglich ist.“ Und persönlich sei für ihn entscheidend, dass er immer gerne zur Arbeit gegangen ist und geht.

Ferienprogramm Gemeinde Kammerstein
Zum 40. Dienstjubiläum überreichte Kammersteins Bürgermeister Wolfram Göll (r.) dem Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung, Heinz Baum, einen fränkischen Bocksbeutel.

[ zurück zur vorhergehenden Seite ]           [ Seite drucken ]